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Holzvorrat |
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Österreich ist ein sehr dicht bewaldetes Land.
Die rund 3,97 Millionen Hektar österreichischer Wald nehmen
rund 47 Prozent der gesamten Staatsfläche von 8,39 Millionen
Hektar ein. Somit entallen auf jede(n) Österreicher(in)
0,5 Hektar Wald.
Die Waldfläche nimmt in Österreich durch natürliche
Wiederbewaldung und Aufforstungen derzeit jährlich um ca.
7.700 Hektar zu.
Schematische
Darstellung des Holzvorrates in Österreich (in %) Quelle:
www.proholz.at
Österreichs
Wälder verfügen über einen Holzvorrat von 1 Mrd.
Festmetern. Der jährliche Holzzuwachs beträgt ca. 31
Millionen Festmeter, die jährliche Ernte ca. 19 Millionen
Festmeter. Daraus ergibt sich ein Nettozuwachs von ca. 12 Millionen
Festmetern pro Jahr. Ein Erfolg der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Nachhaltigkeit bedeutet, dass die Waldfläche in ihrer Ausdehnung
erhalten bleibt und nicht mehr Holz genutzt werden darf, als
nachwächst. Zusätzlich werden heute auch die ökonomischen
und sozialen Auswirkungen auf das Gesamtsystem berücksichtigt,
dabei sind Arbeitsplatzsicherheit, Erneuerbarkeit und Umweltverträglichkeit
zu bewerten.
Holznutzung
im Vergleich zum Holzzuwachs (Quelle: Waldbericht 1996)
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Klimaschutz |
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Die weltweite Emission von Kohlendioxid (CO2) in großen
Mengen ist eines der drängendsten Umweltprobleme. Die Erhöhung
der CO2-Konzentration
in der Erdatmosphäre ist ein wesentlicher Grund für
die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes.
Dieser führt langfristig zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre.
Holz wirkt dieser Entwicklung entgegen. Der Baum bindet im Verlauf
seines Wachstums CO2 aus der
Luft. Der Kohlenstoff (C) wird zum Aufbau der organischen Substanz
verwendet, der Sauerstoff (O2) wird an
die Umgebung abgegeben. Eine 25 Meter hohe Buche setzt jene Menge
Sauerstoff frei, die drei Menschen zum Atmen benötigen.
Je älter ein Baum wird, desto langsamer wächst er.
Er absorbiert damit auch immer weniger CO2. Wird ein
Baum nicht gefällt, stirbt er in hohem Alter ab und wird
biologisch abgebaut. Dabei wird der gebundene Kohlenstoff wieder
in Form von CO2 abgegeben.
Der Kreislauf schließt sich.
Wird der Baum genutzt und zu einem Holzprodukt verarbeitet, so
bleibt der Kohlenstoff gebunden. Nach dieser Nutzungsphase wird
das Holz wiederverwertet oder zur Energieerzeugung herangezogen.
Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, wie Erdöl oder Erdgas
wird dabei nur jene Menge an CO2 freigesetzt,
die der Baum in einem vergleichsweise kurzem Zeitabschnitt zuvor
der Atmosphäre entnommen hat und damit in den natürlichen
CO2-Kreislauf
eingebunden ist.
Eine stärkere Nutzung des Waldes würde außerdem
einer Überalterung der Wälder entgegenwirken.
Abb.:
Darstellung des CO2 Kreislaufes
(Quelle: proHolz Austria)
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Ökobilanz |
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Bei der Betrachtung von Produkten und Gebäuden sind nicht
nur die Ausgangsmaterialen, sondern auch deren Energiebedarf
bei der Herstellung, die tatsächliche Nutzung, Umnutzung,
Abnutzung und Entsorgung zu berücksichtigen.
Transport- und Erzeugungsenergie sieht man dem Endprodukt nicht
an, weshalb sie häufig vergessen werden. Gerade hier wirkt
sich Holz durch geringeren Aufwand (geringere Herstellungsenergie
im Vergleich zu Aluminium, Stahl und Kunststoff, sowie kurze
Transportwege) besonders positiv auf die Ökobilanz aus.
Ökobilanzen zeigen den Rohstoff- und Energiebedarf
sowie Emissionen und Abfälle eines bestimmten Produktsystems
auf. Außerdem sind die Auswirkungen von möglichen
Änderungen der Produktionsprozesse, der Verwertungs-/Entsorgungswege
oder der Logistik auf das ökologische Gesamtprofil von Produkten
ablesbar.
Im Holz ist viel Sonnenenergie gespeichert. Um dieses Potential
für den Menschen verfügbar zu machen, muss die Forstwirtschaft
nur wenig Energie, z.B. als Treibstoff für die Motorsäge,
aufwenden. Für die Bereitstellung von Holz mit einem Energiegehalt
von 100 Kilowattstunden verbraucht die forstliche Produktion
nur 1 bis 4 Kilowattstunden.
Kreislaufwirtschaft
Wird ein Holzhaus umgebaut und verändert, oder hat es nach
Jahrzehnten ausgedient, ist der entsprechende Arbeitsaufwand
nicht allzu groß. Denn vieles an einem Holzhaus ist lösbar
verbunden - genagelt, geschraubt oder zusammengesteckt. Holz
und Holzwerkstoffe haben mehrere Leben. Zurückgewonnene
Bauteile lassen sich direkt wieder verwenden, denn die Materialeigenschaften
von Holz verändern sich durch die Benutzung nicht. Das bedeutet
echtes Recycling. Andere Teile werden nach einer Aufbereitung
wieder auf dem Bau eingesetzt (Downcycling). Ist Holz als Baumaterial
nicht mehr zu gebrauchen, kann es immer noch energetisch verwertet
werden. Der Kreislauf der Natur schließt sich. |
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Funktionen
des Waldes |
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Jeder Mensch profitiert direkt oder indirekt von der biologischen
Produktion des Waldes. Aus dem nachwachsenden und damit erneuerbaren
Rohstoff Holz werden vielseitige, umweltfreundliche Produkte
erzeugt (Nutzfunktion).
Scheinbar nebenbei sorgt der Wald für den Ausgleich des
Klimas und des Wasserhaushaltes, die Reinigung und Erneuerung
von Luft und Wasser sowie die Lärmminderung (Wohlfahrtsfunktion).
Lebenswichtig ist auch der Schutz des Waldes vor Lawinen, Muren,
Steinschlag, Hangrutschungen und Erosionen (Schutzfunktion)
Rund 1/3 unseres Waldes erfüllt diese Dienste. Ohne ihn
wären weite Teile Österreichs nicht besiedelbar.
Darüberhinaus bietet uns der Wald Raum für Regeneration
und Freizeitgestaltung (Erholungsfunktion).
Durch gezielte Waldbewirtschaftung werden alle diese Funktionen
langfristig gesichert. |
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Naturnahe
Waldbewirtschaftung |
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Österreich zählt seit langem zu den waldreichsten Ländern
Mitteleuropas. Sehr große Teile der Landesflächen
der Bundesgebiete Salzburg (rund 51%) und Tirol (rund 40%) sind
mit Wald bedeckt. Der gesamte Holzvorrat Österreichs beträgt
rund 1 Milliarde Kubikmetern (Festmetern). Jährlich wachsen
rund 31,2 Mio. Kubikmeter dazu. Österreich liegt damit im
europäischen Spitzenfeld und ist sogar in punkto Holzvorrat
pro ha/Waldfläche im Vergleich zu den EU-Hauptproduzenten
und -märkten führend.
Holzernte
Die Holzentnahme der letzten Jahre betrug durchschnittlich nur
knapp 2/3 des natürlichen Zuwachses. Österreichs Holzvorräte,
und somit auch die Holzvorräte von Salzburg und Tirol wachsen
kräftig. Durch möglichst naturnahe Aufforstung bislang
landwirtschaftlicher Flächen sowie durch die natürliche
Neubewaldung beträgt die jährliche Zunahme der Waldflächen
in Österreich rund 7.700 Hektar. Die gesamte Holzernte ist
durch strenge Vorschriften geregelt: Ein Waldbesitzer darf maximal
0,5 ha - eine Fläche von 50 x 100 Metern - schlägern.
Für Schlägerungen von mehr als 0,5 ha ist eine behördliche
Bewilligung erforderlich, mehr als 2 ha sind generell verboten
(Forstgesetz). Rund 2/3 des österreichischen Holzbedarfs
werden heute bereits nach dem Prinzip der "Einzelstammentnahme"
gedeckt. Das ist im Gegensatz zur flächigen Nutzung eine
relativ zeitaufwendige Form der Waldbewirtschaftung, aber sie
macht den Wald stabiler und rentiert sich daher langfristig.
Wiederaufforstung
Bereits bei der Holzernte ist der Wald für die nächste
Generation gesichert. Mit der in Österreich praktizierten
naturnahen Waldbewirtschaftung sorgt der Waldbesitzer schon vor
der Holzernte für eine natürliche Waldverjüngung.
Bei ergänzenden Aufforstungen orientiert er sich bei der
Wahl der Jungpflanzen an Standortgegebenheiten ebenso wie an
der natürlichen Artenzusammensetzung, um die Baumartenmischung
zu erhalten. Trotzdem können Klima, Standort und Konkurrenzkraft
dazu führen, daß Wälder wegen dieser natürlichen
Gründe nur aus einer einzigen Baumart bestehen. Dieses Phänomen
nennen wir "natürliche Reinbestände".
Die moderne Bewirtschaftung der Wälder beschränkt sich
längst nicht mehr auf das Ernten von Holz. Vielmehr steht
heute die Artenvielfalt im Wald im Vordergrund. Ein Beitrag dazu
sind umfangreiche Durchforstungsmaßnahmen, die nicht nur
jedem Baum ausreichend Licht, Luft und Boden verschaffen, sondern
auch seltenere Baumarten in ihrer Entwicklung begünstigen
- für gesundes Wachstum und erstklassige Ernten. Ökologisch
besonders wertvolle Flächen, wie Feuchtbiotope, werden von
Österreichs Waldbesitzern rücksichtsvoll bewirtschaftet
oder gänzlich geschützt.
Wissenswertes über Salzburgs und Tirols Wald wie z.B. den
aktuellen Waldzustandsbericht, "Wald und Recht" oder
"Wald als Erlebnisraum" finden Sie auch auf den WEB-Seiten:
www.salzurg.gv.at/landforst/forst.htm
und www.tirol.gv.at/wald. |
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Wohnklima |
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Die Menschen in Europa befinden sich 9/10 der Zeit im umbauten
Raum. Deshalb sollte oberstes Prinzip des Gestaltungsprozesses
sein, die gebaute Umwelt mit der Natur und mit den elementaren
Wohnbedürfnissen in Einklang zu bringen. Holz erfüllt
umfangreiche Anforderungen in überzeugender Form. Aufgrund
seines zellularen Aufbaus hat Holz als natürlicher
Rohstoff im Vergleich zu mineralischen Rohstoffen die Fähigkeit,
Feuchtigkeitsschwankungen auszugleichen. Weiters ist Holz
antistatisch, absorbiert übelriechende und gesundheitsschädigende
Stoffe aus der Luft (z.B. Zigarettenrauch), wirkt sich aufgrund
seiner angenehmen Farbe und Struktur positiv auf das Wohlbefinden
des Menschen aus und trägt aufgrund seiner (im Verhältnis
zu anderen Materialien) stets angenehmen Oberflächentemperatur
zu einer sehr hohen Behaglichkeit im Innenraum bei.
Intelligente Kombinationen der Holzbauweise mit Dämmstoffen
und Speichermassen unterschiedlichster Art (Lehm, Estrich,
Stein, etc.) in Wänden, Decken oder Böden helfen mit
Temperaturschwankungen der Außenluft auszugleichen. |
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Konstruktionsmöglichkeiten |
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Dem Bauen mit Holz sind im konstruktiven Bereich tatsächlich
kaum Grenzen gesetzt. Die Werkstoffeigenschaften an sich
sowie die für die neben dem Bauholz unterschiedlichsten
Anwendungsbereiche einsetzbaren Holzwerkstoffe (Faserplatten,
Spanplatten, OSB, KVH, BSH, Brettstapelelemente, massive, mehrschichtig
verleimte Plattenelemente, ...) sowie die verschiedenen Holzbausysteme
wie Rippenbauweise, Skelettbauweise, Fachwerkbau, Blockbau und
Brettstapelbau lassen keinen Wunsch offen. (siehe Literaturseite,
insbesondere die proHolz-Informationsbroschüre "Holz,
Holzwerkstoffe und ergänzende Materialien")
Aufgrund seines geringen Gewichtes im Verhältnis zu seiner
hohen Festigkeit ist der Rohstoff Holz auch besonders für
Sanierungen und Aufstockungen prädestiniert. Dazu kommen
die Möglichkeiten der Vorfertigung, die Trockenbauweise
etc., die dem Holz ein breites Anwendungsgebiet eröffnet.
Installationen und Leitungen werden in der Leichtbauweise häufig
in Installationsebenen geführt, bei denen nachträgliche
Änderungen und Ergänzungen jederzeit möglich sind.
Vom Einfamilienhaus bis hin zu mehrgeschossigen Wohnbauten, vom
einfachen Steg bis hin zur Brücke die 100 m überspannt,
vom einfachen Stadel bis hin zur Industriehalle, ob traditionell
oder modern, mit Holz ist alles möglich. Jedem individuellen
Wunsch kann aufgrund der unterschiedlichsten Holzbausysteme und
der heute zur Verfügung stehenden Holzwerkstoffe Rechnung
getragen werden. |
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Preis-Leistungs-Verhältnis |
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Vergleicht man unterschiedliche Bauweisen, ist es wichtig, dass
für die zu vergleichenden Objekte die selben Anforderungen
bzw. Voraussetzungen gelten. Es ist richtig, dass beim Bauen
mit Holz der Planungsaufwand größer ist. Jedoch erspart
man sich aufgrund der detaillierten Planung im Rahmen eines interdisziplinären
Planungsteams teure und lästige Änderungsarbeiten.
Unter einem interdisziplinären Planungsteam versteht man,
dass der Architekt, der Holzbauer und der Haustechniker von Beginn
an zusammen arbeiten.
Durch diese Planung ist ein hoher Vorfertigungsgrad möglich,
was wiederum eine kurze Bauzeit und günstigere Zwischenfinanzierungen
mit sich bringt. Eingehende Planung vermeidet kostspieliges Improvisieren
im Roh- und Ausbau. Außerdem gewinnt man aufgrund der schlanken
Wandkonstruktionen Wohnfläche, wodurch sich der Quadratmeterpreis
weiter reduziert.
Auf die Gewinnung des Rohstoffes Holz und die kurzen Transportwege
bzw. auf die positiven ökologischen Eigenschaften wird in
diesem Kapitel nicht mehr näher eingegangen. Für eine
aussagekräftige Gegenüberstellung müsste der jeweilige
Lebenszyklus der einzelnen Baustoffe berücksichtigt werden,
d.h. angefangen von der Gewinnung des Rohstoffes über den
Transport, die Produktion, bis hin zur Entsorgung bzw. Recycling.
Weitere Kostenersparnisse ergeben sich während der gesamten
Nutzungsphase, da Holzkonstruktionen aufgrund der sehr guten
Verhältnisse von Wärmedämmeigenschaften zu Speicherfähigkeit
(Holzkonstruktionen können sehr gut mit Baumaterialien hoher
speicherwirksamer Masse kombiniert werden und erreichen damit
genügend Speicherfähigkeit), geringere Betriebskosten
verursachen.
Auch die Wohnbauförderungen berücksichtigen mittlerweilen
durch z.B. Ökopunkte die positiven Eigenschaften des Baustoffes
Holz.
Bei einem Kostenvergleich sind also die Errichtungskosten (einmalige
Investitionen) sowie die sich daraus ergebenden, laufenden Nutzungskosten
(Kapitalzinsen, Unterhalt und Betrieb), anzusetzen. Wer sparen
will, muss an beides denken. Alles zählt, auch kleine Posten
summieren sich.
Auch Eigenleistung ist beim Bauen mit Holz möglich.
Die Mithilfe bei Rohbau- und Ausbauarbeiten ist in Absprache
mit dem Zimmermeister möglich und hilft weitere Kosten zu
sparen. |
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Holzschutz |
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Fachwerkbauten aus Deutschland, Fünfgeschosser in der Schweiz
aus dem 18. Jahrhundert, Holzstege aus dem 17. Jahrhundert, Kirchen
aus Norwegen die auf eine tausendjährige Geschichte
zurückblicken, Venedig, dass es ohne Holz nicht geben würde,
da die ganze Stadt auf Eichenpiloten ruht etc. sollten eigentlich
schon ausreichend genug die Haltbarkeit und die damit verbundene
Werterhaltung von Bauten aus Holz demonstrieren. Nichts desto
trotz seien einige wenige, aber umso wichtigere Grundsätze
angeführt, um sich vor holzschädigenden Pilzen und
Insekten zu schützen, die für den Abbau des Holzes
verantwortlich sind. Der sicherste Weg einen Pilzbefall zu verhindern,
ist es die Holzfeuchtigkeit unter einem Durchschnittswert von
ca. 18 % zu halten. Beim Einbau von Holz ist also auf die zu
erwartende Ausgleichsfeuchtigkeit zu achten. Unter der Ausgleichsfeuchte
von Holz versteht man jene Holzfeuchtigkeit, die sich in einem
bestimmten Klima (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) einstellt.
Im sogenannten "Loughborough-Diagramm" kann man diesen
Zusammenhang sehr deutlich ablesen. So ergibt sich z.B. bei einer
Temperatur von 20 Grad C und einer relativen Luftfeuchtigkeit
von 65 % eine Holzausgleichsfeuchte von 12 %.
Der Einbau von trockenem Holz ist der beste vorbeugende Holzschutz.
Neben der Beachtung der idealen Holzfeuchtigkeit ist auch
ein ganz besonderes Augenmerk auf den konstruktiven Holzschutz
zu legen. Konstruktiver Holzschutz, das sind alle baulichen Maßnahmen,
die das Holz vor längerer Feuchtigkeit im kritischen Bereich
schützen.
Beispiele:
- Holz
trocken einbauen (< 18%)
- Schutz
vor Niederschlag (Regen): Überdachen, Abdecken mit leicht
austauschbaren Verschleißteilen z.B. bei Zaunsäulen,
Balkonbrüstungen
- Ableiten
von Niederschlagswasser: Abschrägen, Tropfkanten, Wassernasen
- Fassade
durch einen entsprechenden Dachüberstand schützen
- Schutz
vor Spritzwasser: ausreichenden Bodenabstand von ca. 30 cm bei
Fassaden und Stützen einhalten
- senkrechter
Verlauf der Fassadenverkleidung (z.B. Profilbretter) sorgt für
raschen Wasserablauf
- Schutz
vor aufsteigender Feuchtigkeit: Anbringen von Isolierbahnen
- Schutz
vor Kondenswasser: Dampfbremsen, Hinterlüftung bei Schalung
und Tramköpfen, Dämmung der Kaltwasserleitungen
- Schutz
vor Kapillarwasser: Vermeidung von engen Fugen
- etc.
Oberflächenbehandlung
Unter
Berücksichtigung der Grundregel des Holzbaus - "Konstruktiver
Holzschutz ist der beste Holzschutz" - kann auf chemischen
Holzschutz weitgehend verzichtet werden. Man muss allerdings
bedenken, dass das Holz durch die Einwirkung der UV-Strahlung
vergraut. Diese ruft keine statische Beeinträchtigung hervor.
Mit verschiedenen Wetterschutzmitteln auf der Basis von
natürlichen oder synthetisch hergestellten Lasuren oder
Lacken kann man das Vergrauen des Holzes verhindern. Dabei kommen
zum Schutz vor dem UV-Licht pigmentierte Beschichtungsmittel
zum Einsatz.
Es gibt jedoch auch Anwendungsbereiche, bei denen der Rohstoff
Holz extremen Beanspruchungen ausgesetzt ist und der Einsatz
von Holzschutzmitteln vorteilhaft ist.
Jede Oberflächenbehandlung benötigt eine regelmäßige
Wartung.
Holzschutzmittel enthalten im Vergleich zu Wetterschutzmitteln
Wirkstoffe gegen Pilz- und/oder Insektenbefall. Hinweise zum
sinnvollen Einsatz von chemischen Holzschutzmittel findet man
im "Österreichischen Holzschutzmittelverzeichnis"
(vgl. Österreichisches Holzschutzmittelverzeichnis, Arbeitsgemeinschaft
Holzschutzmittel, 27. Auflage 1999/2000) |
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Schallschutz |
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Unter Schallschutz versteht man jene Maßnahmen, die die
Übertragung und Weiterleitung des Schalls vermindern. Schall
kann einerseits durch die Luft, andererseits durch feste Körper
übertragen werden (Luft- und Körperschall).
Luftschallschutz hat seine Bedeutung einerseits bei Außenbauteilen
zum Schutz vor Verkehrslärm und dergleichen, anderseits
bei raumtrennenden Bauteilen zum Schutz vor Geräuschen aus
den benachbarten Zimmern. Jene Materialien, die im Holzbau zur
Wärmedämmung verwendet werden, haben im allgemeinen
auch sehr gute schalldämmende Eigenschaften: faserige, weiche
Materialien nehmen dem Schall Energie, sie "schlucken"
die Schallwellen förmlich.
Körperschall tritt in Wohnhäusern in erster Linie in
Form von Trittschall auf. Als Gegenmaßnahme ist es wichtig,
Wand- und Deckenaufbauten schalltechnisch zu "entkoppeln".
Die Schallübertragungswege werden durch eine weiche Schicht,
z.B. Trittschalldämmung, unterbrochen. Die Deckenuntersicht
kann von der tragenden Konstruktion mittels Federbügeln
entkoppelt werden. Auch auf Verbindungsmittel muss geachtet werden:
lange Nägel oder Schrauben, die durch die einzelnen Schichten
gehen, erzeugen ungünstige Schallnebenwege. Eine schwere
Beschüttung in den Zwischenräumen der Holzdecke (z.B.
trockener Sand) verhindert das Mitschwingen des Systems.
Auch dem Schallschutz soll bereits in der Planung ausreichend
Aufmerksamkeit beigemessen werden. Bei der Konzeption des Grundrisses
ist darauf zu achten, dass nach Möglichkeit Räume ähnlicher
Nutzung aneinandergrenzen. |
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Brandverhalten |
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Brandschutz zum Schutz von Personen und Sachwerten ist eine generelle
Anforderung an das Bauwesen - unabhängig vom Konstruktionsmaterial.
In der Regel hängt die Brandgefahr stark von der Einrichtung
und vom Nutzerverhalten ab.
Obwohl Holz ein brennbares Material ist, hat es im Brandfall
durchaus Vorzüge. Holz zeichnet sich durch einen gleichmäßigen,
berechenbaren Abbrand (für Fichte 0,65 mm/min) aus.
Dabei schützt die Außenschicht durch Verkohlung den
inneren Bereich des Holzquerschnitts. Diese Kohleschicht verzögert
durch ihre geringere Wärmeleitfähigkeit den Abbrand
erheblich. Ein plötzliches Versagen des Materials, wie dies
beispielsweise bei Stahl- oder Stahlbeton vorkommt, kann bei
Holz ausgeschlossen werden. Ein Holzträger bricht erst dann,
wenn sein Querschnitt die auf ihm lastenden Kräfte nicht
mehr trägt. Da in unseren Breiten eine ausreichende Dimensionierung
gefordert ist, tritt das Versagen der Konstruktion erst spät
ein, begleitet von warnenden Knackgeräuschen.
Vorbeugender
Brandschutz
Unter vorbeugendem Brandschutz werden bauliche, anlagentechnische
und betriebliche Brandschutzmaßnahmen verstanden. Eine
gewissenhafte Planung umfasst einerseits die brandschutztechnisch
durchdachte Ausbildung von Konstruktionsdetails und andererseits
ein ausgereiftes Notfallkonzept. Besonders bei Leitungsdurchbrüchen
und Installationsschächten ist auf eine ausreichende Brandabschottung
zu achten, die die Brandausbreitung hemmt. Auch bei über
mehrere Geschoße gehenden hinterlüfteten Fassaden
sollte eine geschoßweise Unterbrechung der Hinterlüftung
vorgesehen werden, um das Überschlagen des Feuers in die
übrigen Geschoße zu verhindern.
Für den eventuellen Notfall kommen verschiedenste technische
Sicherheitsmaßnahmen in Betracht: neben einem unbedingt
notwenigen Fluchtwegkonzept helfen Brandmeldeanlagen und Sprinkleranlagen,
Brände schnell zu erkennen und frühzeitig zu bekämpfen.
Schematische
Darstellung der Temperatur nach 60 min Vollbrand an einem Holzelement
(SANTNER HOLZ BauElement, Brandversuch vom 04.11.2000, überwacht
durch das IBS-Linz) |
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Die häufigsten Fragen der Holzfachberatung |
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Internetredaktion
e-mail: proholz@holzinformation.at |
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