Holzvorrat


Österreich ist ein sehr dicht bewaldetes Land.
Die rund 3,97 Millionen Hektar österreichischer Wald nehmen rund 47 Prozent der gesamten Staatsfläche von 8,39 Millionen Hektar ein. Somit entallen auf jede(n) Österreicher(in) 0,5 Hektar Wald.
Die Waldfläche nimmt in Österreich durch natürliche Wiederbewaldung und Aufforstungen derzeit jährlich um ca. 7.700 Hektar zu.

Schematische Darstellung des Holzvorrates in Österreich (in %) Quelle: www.proholz.at

Österreichs Wälder verfügen über einen Holzvorrat von 1 Mrd. Festmetern. Der jährliche Holzzuwachs beträgt ca. 31 Millionen Festmeter, die jährliche Ernte ca. 19 Millionen Festmeter. Daraus ergibt sich ein Nettozuwachs von ca. 12 Millionen Festmetern pro Jahr. Ein Erfolg der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Nachhaltigkeit bedeutet, dass die Waldfläche in ihrer Ausdehnung erhalten bleibt und nicht mehr Holz genutzt werden darf, als nachwächst. Zusätzlich werden heute auch die ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf das Gesamtsystem berücksichtigt, dabei sind Arbeitsplatzsicherheit, Erneuerbarkeit und Umweltverträglichkeit zu bewerten.

Holznutzung im Vergleich zum Holzzuwachs (Quelle: Waldbericht 1996)
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Klimaschutz


Die weltweite Emission von Kohlendioxid (CO
2) in großen Mengen ist eines der drängendsten Umweltprobleme. Die Erhöhung der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre ist ein wesentlicher Grund für die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes. Dieser führt langfristig zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre. Holz wirkt dieser Entwicklung entgegen. Der Baum bindet im Verlauf seines Wachstums CO2 aus der Luft. Der Kohlenstoff (C) wird zum Aufbau der organischen Substanz verwendet, der Sauerstoff (O2) wird an die Umgebung abgegeben. Eine 25 Meter hohe Buche setzt jene Menge Sauerstoff frei, die drei Menschen zum Atmen benötigen. Je älter ein Baum wird, desto langsamer wächst er. Er absorbiert damit auch immer weniger CO2. Wird ein Baum nicht gefällt, stirbt er in hohem Alter ab und wird biologisch abgebaut. Dabei wird der gebundene Kohlenstoff wieder in Form von CO2 abgegeben. Der Kreislauf schließt sich.
Wird der Baum genutzt und zu einem Holzprodukt verarbeitet, so bleibt der Kohlenstoff gebunden. Nach dieser Nutzungsphase wird das Holz wiederverwertet oder zur Energieerzeugung herangezogen. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, wie Erdöl oder Erdgas wird dabei nur jene Menge an CO
2 freigesetzt, die der Baum in einem vergleichsweise kurzem Zeitabschnitt zuvor der Atmosphäre entnommen hat und damit in den natürlichen CO2-Kreislauf eingebunden ist.
Eine stärkere Nutzung des Waldes würde außerdem einer Überalterung der Wälder entgegenwirken.

Abb.: Darstellung des CO2 Kreislaufes
(Quelle: proHolz Austria)
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Ökobilanz


Bei der Betrachtung von Produkten und Gebäuden sind nicht nur die Ausgangsmaterialen, sondern auch deren Energiebedarf bei der Herstellung, die tatsächliche Nutzung, Umnutzung, Abnutzung und Entsorgung zu berücksichtigen.
Transport- und Erzeugungsenergie sieht man dem Endprodukt nicht an, weshalb sie häufig vergessen werden. Gerade hier wirkt sich Holz durch geringeren Aufwand (geringere Herstellungsenergie im Vergleich zu Aluminium, Stahl und Kunststoff, sowie kurze Transportwege) besonders positiv auf die Ökobilanz aus.

Ökobilanzen zeigen den Rohstoff- und Energiebedarf sowie Emissionen und Abfälle eines bestimmten Produktsystems auf. Außerdem sind die Auswirkungen von möglichen Änderungen der Produktionsprozesse, der Verwertungs-/Entsorgungswege oder der Logistik auf das ökologische Gesamtprofil von Produkten ablesbar.
Im Holz ist viel Sonnenenergie gespeichert. Um dieses Potential für den Menschen verfügbar zu machen, muss die Forstwirtschaft nur wenig Energie, z.B. als Treibstoff für die Motorsäge, aufwenden. Für die Bereitstellung von Holz mit einem Energiegehalt von 100 Kilowattstunden verbraucht die forstliche Produktion nur 1 bis 4 Kilowattstunden.

Kreislaufwirtschaft

Wird ein Holzhaus umgebaut und verändert, oder hat es nach Jahrzehnten ausgedient, ist der entsprechende Arbeitsaufwand nicht allzu groß. Denn vieles an einem Holzhaus ist lösbar verbunden - genagelt, geschraubt oder zusammengesteckt. Holz und Holzwerkstoffe haben mehrere Leben. Zurückgewonnene Bauteile lassen sich direkt wieder verwenden, denn die Materialeigenschaften von Holz verändern sich durch die Benutzung nicht. Das bedeutet echtes Recycling. Andere Teile werden nach einer Aufbereitung wieder auf dem Bau eingesetzt (Downcycling). Ist Holz als Baumaterial nicht mehr zu gebrauchen, kann es immer noch energetisch verwertet werden. Der Kreislauf der Natur schließt sich.

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Funktionen des Waldes

Jeder Mensch profitiert direkt oder indirekt von der biologischen Produktion des Waldes. Aus dem nachwachsenden und damit erneuerbaren Rohstoff Holz werden vielseitige, umweltfreundliche Produkte erzeugt (Nutzfunktion).
Scheinbar nebenbei sorgt der Wald für den Ausgleich des Klimas und des Wasserhaushaltes, die Reinigung und Erneuerung von Luft und Wasser sowie die Lärmminderung (Wohlfahrtsfunktion).
Lebenswichtig ist auch der Schutz des Waldes vor Lawinen, Muren, Steinschlag, Hangrutschungen und Erosionen (Schutzfunktion)
Rund 1/3 unseres Waldes erfüllt diese Dienste. Ohne ihn wären weite Teile Österreichs nicht besiedelbar.
Darüberhinaus bietet uns der Wald Raum für Regeneration und Freizeitgestaltung (Erholungsfunktion).
Durch gezielte Waldbewirtschaftung werden alle diese Funktionen langfristig gesichert.
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Naturnahe Waldbewirtschaftung


Österreich zählt seit langem zu den waldreichsten Ländern Mitteleuropas. Sehr große Teile der Landesflächen der Bundesgebiete Salzburg (rund 51%) und Tirol (rund 40%) sind mit Wald bedeckt. Der gesamte Holzvorrat Österreichs beträgt rund 1 Milliarde Kubikmetern (Festmetern). Jährlich wachsen rund 31,2 Mio. Kubikmeter dazu. Österreich liegt damit im europäischen Spitzenfeld und ist sogar in punkto Holzvorrat pro ha/Waldfläche im Vergleich zu den EU-Hauptproduzenten und -märkten führend.

Holzernte
Die Holzentnahme der letzten Jahre betrug durchschnittlich nur knapp 2/3 des natürlichen Zuwachses. Österreichs Holzvorräte, und somit auch die Holzvorräte von Salzburg und Tirol wachsen kräftig. Durch möglichst naturnahe Aufforstung bislang landwirtschaftlicher Flächen sowie durch die natürliche Neubewaldung beträgt die jährliche Zunahme der Waldflächen in Österreich rund 7.700 Hektar. Die gesamte Holzernte ist durch strenge Vorschriften geregelt: Ein Waldbesitzer darf maximal 0,5 ha - eine Fläche von 50 x 100 Metern - schlägern. Für Schlägerungen von mehr als 0,5 ha ist eine behördliche Bewilligung erforderlich, mehr als 2 ha sind generell verboten (Forstgesetz). Rund 2/3 des österreichischen Holzbedarfs werden heute bereits nach dem Prinzip der "Einzelstammentnahme" gedeckt. Das ist im Gegensatz zur flächigen Nutzung eine relativ zeitaufwendige Form der Waldbewirtschaftung, aber sie macht den Wald stabiler und rentiert sich daher langfristig.

Wiederaufforstung
Bereits bei der Holzernte ist der Wald für die nächste Generation gesichert. Mit der in Österreich praktizierten naturnahen Waldbewirtschaftung sorgt der Waldbesitzer schon vor der Holzernte für eine natürliche Waldverjüngung. Bei ergänzenden Aufforstungen orientiert er sich bei der Wahl der Jungpflanzen an Standortgegebenheiten ebenso wie an der natürlichen Artenzusammensetzung, um die Baumartenmischung zu erhalten. Trotzdem können Klima, Standort und Konkurrenzkraft dazu führen, daß Wälder wegen dieser natürlichen Gründe nur aus einer einzigen Baumart bestehen. Dieses Phänomen nennen wir "natürliche Reinbestände".
Die moderne Bewirtschaftung der Wälder beschränkt sich längst nicht mehr auf das Ernten von Holz. Vielmehr steht heute die Artenvielfalt im Wald im Vordergrund. Ein Beitrag dazu sind umfangreiche Durchforstungsmaßnahmen, die nicht nur jedem Baum ausreichend Licht, Luft und Boden verschaffen, sondern auch seltenere Baumarten in ihrer Entwicklung begünstigen - für gesundes Wachstum und erstklassige Ernten. Ökologisch besonders wertvolle Flächen, wie Feuchtbiotope, werden von Österreichs Waldbesitzern rücksichtsvoll bewirtschaftet oder gänzlich geschützt.

Wissenswertes über Salzburgs und Tirols Wald wie z.B. den aktuellen Waldzustandsbericht, "Wald und Recht" oder "Wald als Erlebnisraum" finden Sie auch auf den WEB-Seiten: www.salzurg.gv.at/landforst/forst.htm und www.tirol.gv.at/wald.

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Wohnklima

Die Menschen in Europa befinden sich 9/10 der Zeit im umbauten Raum. Deshalb sollte oberstes Prinzip des Gestaltungsprozesses sein, die gebaute Umwelt mit der Natur und mit den elementaren Wohnbedürfnissen in Einklang zu bringen. Holz erfüllt umfangreiche Anforderungen in überzeugender Form. Aufgrund seines zellularen Aufbaus hat Holz als natürlicher Rohstoff im Vergleich zu mineralischen Rohstoffen die Fähigkeit, Feuchtigkeitsschwankungen auszugleichen. Weiters ist Holz antistatisch, absorbiert übelriechende und gesundheitsschädigende Stoffe aus der Luft (z.B. Zigarettenrauch), wirkt sich aufgrund seiner angenehmen Farbe und Struktur positiv auf das Wohlbefinden des Menschen aus und trägt aufgrund seiner (im Verhältnis zu anderen Materialien) stets angenehmen Oberflächentemperatur zu einer sehr hohen Behaglichkeit im Innenraum bei.
Intelligente Kombinationen der Holzbauweise mit Dämmstoffen und Speichermassen unterschiedlichster Art (Lehm, Estrich, Stein, etc.) in Wänden, Decken oder Böden helfen mit Temperaturschwankungen der Außenluft auszugleichen.
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Konstruktionsmöglichkeiten

Dem Bauen mit Holz sind im konstruktiven Bereich tatsächlich kaum Grenzen gesetzt. Die Werkstoffeigenschaften an sich sowie die für die neben dem Bauholz unterschiedlichsten Anwendungsbereiche einsetzbaren Holzwerkstoffe (Faserplatten, Spanplatten, OSB, KVH, BSH, Brettstapelelemente, massive, mehrschichtig verleimte Plattenelemente, ...) sowie die verschiedenen Holzbausysteme wie Rippenbauweise, Skelettbauweise, Fachwerkbau, Blockbau und Brettstapelbau lassen keinen Wunsch offen. (siehe Literaturseite, insbesondere die proHolz-Informationsbroschüre "Holz, Holzwerkstoffe und ergänzende Materialien")

Aufgrund seines geringen Gewichtes im Verhältnis zu seiner hohen Festigkeit ist der Rohstoff Holz auch besonders für Sanierungen und Aufstockungen prädestiniert. Dazu kommen die Möglichkeiten der Vorfertigung, die Trockenbauweise etc., die dem Holz ein breites Anwendungsgebiet eröffnet.

Installationen und Leitungen werden in der Leichtbauweise häufig in Installationsebenen geführt, bei denen nachträgliche Änderungen und Ergänzungen jederzeit möglich sind.

Vom Einfamilienhaus bis hin zu mehrgeschossigen Wohnbauten, vom einfachen Steg bis hin zur Brücke die 100 m überspannt, vom einfachen Stadel bis hin zur Industriehalle, ob traditionell oder modern, mit Holz ist alles möglich. Jedem individuellen Wunsch kann aufgrund der unterschiedlichsten Holzbausysteme und der heute zur Verfügung stehenden Holzwerkstoffe Rechnung getragen werden.
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Preis-Leistungs-Verhältnis

Vergleicht man unterschiedliche Bauweisen, ist es wichtig, dass für die zu vergleichenden Objekte die selben Anforderungen bzw. Voraussetzungen gelten. Es ist richtig, dass beim Bauen mit Holz der Planungsaufwand größer ist. Jedoch erspart man sich aufgrund der detaillierten Planung im Rahmen eines interdisziplinären Planungsteams teure und lästige Änderungsarbeiten. Unter einem interdisziplinären Planungsteam versteht man, dass der Architekt, der Holzbauer und der Haustechniker von Beginn an zusammen arbeiten.
Durch diese Planung ist ein hoher Vorfertigungsgrad möglich, was wiederum eine kurze Bauzeit und günstigere Zwischenfinanzierungen mit sich bringt. Eingehende Planung vermeidet kostspieliges Improvisieren im Roh- und Ausbau. Außerdem gewinnt man aufgrund der schlanken Wandkonstruktionen Wohnfläche, wodurch sich der Quadratmeterpreis weiter reduziert.
Auf die Gewinnung des Rohstoffes Holz und die kurzen Transportwege bzw. auf die positiven ökologischen Eigenschaften wird in diesem Kapitel nicht mehr näher eingegangen. Für eine aussagekräftige Gegenüberstellung müsste der jeweilige Lebenszyklus der einzelnen Baustoffe berücksichtigt werden, d.h. angefangen von der Gewinnung des Rohstoffes über den Transport, die Produktion, bis hin zur Entsorgung bzw. Recycling. Weitere Kostenersparnisse ergeben sich während der gesamten Nutzungsphase, da Holzkonstruktionen aufgrund der sehr guten Verhältnisse von Wärmedämmeigenschaften zu Speicherfähigkeit (Holzkonstruktionen können sehr gut mit Baumaterialien hoher speicherwirksamer Masse kombiniert werden und erreichen damit genügend Speicherfähigkeit), geringere Betriebskosten verursachen.
Auch die Wohnbauförderungen berücksichtigen mittlerweilen durch z.B. Ökopunkte die positiven Eigenschaften des Baustoffes Holz.
Bei einem Kostenvergleich sind also die Errichtungskosten (einmalige Investitionen) sowie die sich daraus ergebenden, laufenden Nutzungskosten (Kapitalzinsen, Unterhalt und Betrieb), anzusetzen. Wer sparen will, muss an beides denken. Alles zählt, auch kleine Posten summieren sich.
Auch Eigenleistung ist beim Bauen mit Holz möglich. Die Mithilfe bei Rohbau- und Ausbauarbeiten ist in Absprache mit dem Zimmermeister möglich und hilft weitere Kosten zu sparen.
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Holzschutz


Fachwerkbauten aus Deutschland, Fünfgeschosser in der Schweiz aus dem 18. Jahrhundert, Holzstege aus dem 17. Jahrhundert, Kirchen aus Norwegen die auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken, Venedig, dass es ohne Holz nicht geben würde, da die ganze Stadt auf Eichenpiloten ruht etc. sollten eigentlich schon ausreichend genug die Haltbarkeit und die damit verbundene Werterhaltung von Bauten aus Holz demonstrieren. Nichts desto trotz seien einige wenige, aber umso wichtigere Grundsätze angeführt, um sich vor holzschädigenden Pilzen und Insekten zu schützen, die für den Abbau des Holzes verantwortlich sind. Der sicherste Weg einen Pilzbefall zu verhindern, ist es die Holzfeuchtigkeit unter einem Durchschnittswert von ca. 18 % zu halten. Beim Einbau von Holz ist also auf die zu erwartende Ausgleichsfeuchtigkeit zu achten. Unter der Ausgleichsfeuchte von Holz versteht man jene Holzfeuchtigkeit, die sich in einem bestimmten Klima (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) einstellt. Im sogenannten "Loughborough-Diagramm" kann man diesen Zusammenhang sehr deutlich ablesen. So ergibt sich z.B. bei einer Temperatur von 20 Grad C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 % eine Holzausgleichsfeuchte von 12 %.
Der Einbau von trockenem Holz ist der beste vorbeugende Holzschutz.

Neben der Beachtung der idealen Holzfeuchtigkeit ist auch ein ganz besonderes Augenmerk auf den konstruktiven Holzschutz zu legen. Konstruktiver Holzschutz, das sind alle baulichen Maßnahmen, die das Holz vor längerer Feuchtigkeit im kritischen Bereich schützen.

Beispiele:

  • Holz trocken einbauen (< 18%)
  • Schutz vor Niederschlag (Regen): Überdachen, Abdecken mit leicht austauschbaren Verschleißteilen z.B. bei Zaunsäulen, Balkonbrüstungen
  • Ableiten von Niederschlagswasser: Abschrägen, Tropfkanten, Wassernasen
  • Fassade durch einen entsprechenden Dachüberstand schützen
  • Schutz vor Spritzwasser: ausreichenden Bodenabstand von ca. 30 cm bei Fassaden und Stützen einhalten
  • senkrechter Verlauf der Fassadenverkleidung (z.B. Profilbretter) sorgt für raschen Wasserablauf
  • Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit: Anbringen von Isolierbahnen
  • Schutz vor Kondenswasser: Dampfbremsen, Hinterlüftung bei Schalung und Tramköpfen, Dämmung der Kaltwasserleitungen
  • Schutz vor Kapillarwasser: Vermeidung von engen Fugen
  • etc.

Oberflächenbehandlung

Unter Berücksichtigung der Grundregel des Holzbaus - "Konstruktiver Holzschutz ist der beste Holzschutz" - kann auf chemischen Holzschutz weitgehend verzichtet werden. Man muss allerdings bedenken, dass das Holz durch die Einwirkung der UV-Strahlung vergraut. Diese ruft keine statische Beeinträchtigung hervor. Mit verschiedenen Wetterschutzmitteln auf der Basis von natürlichen oder synthetisch hergestellten Lasuren oder Lacken kann man das Vergrauen des Holzes verhindern. Dabei kommen zum Schutz vor dem UV-Licht pigmentierte Beschichtungsmittel zum Einsatz.
Es gibt jedoch auch Anwendungsbereiche, bei denen der Rohstoff Holz extremen Beanspruchungen ausgesetzt ist und der Einsatz von Holzschutzmitteln vorteilhaft ist.
Jede Oberflächenbehandlung benötigt eine regelmäßige Wartung.
Holzschutzmittel enthalten im Vergleich zu Wetterschutzmitteln Wirkstoffe gegen Pilz- und/oder Insektenbefall. Hinweise zum sinnvollen Einsatz von chemischen Holzschutzmittel findet man im "Österreichischen Holzschutzmittelverzeichnis" (vgl. Österreichisches Holzschutzmittelverzeichnis, Arbeitsgemeinschaft Holzschutzmittel, 27. Auflage 1999/2000)

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Schallschutz

Unter Schallschutz versteht man jene Maßnahmen, die die Übertragung und Weiterleitung des Schalls vermindern. Schall kann einerseits durch die Luft, andererseits durch feste Körper übertragen werden (Luft- und Körperschall).
Luftschallschutz hat seine Bedeutung einerseits bei Außenbauteilen zum Schutz vor Verkehrslärm und dergleichen, anderseits bei raumtrennenden Bauteilen zum Schutz vor Geräuschen aus den benachbarten Zimmern. Jene Materialien, die im Holzbau zur Wärmedämmung verwendet werden, haben im allgemeinen auch sehr gute schalldämmende Eigenschaften: faserige, weiche Materialien nehmen dem Schall Energie, sie "schlucken" die Schallwellen förmlich.
Körperschall tritt in Wohnhäusern in erster Linie in Form von Trittschall auf. Als Gegenmaßnahme ist es wichtig, Wand- und Deckenaufbauten schalltechnisch zu "entkoppeln". Die Schallübertragungswege werden durch eine weiche Schicht, z.B. Trittschalldämmung, unterbrochen. Die Deckenuntersicht kann von der tragenden Konstruktion mittels Federbügeln entkoppelt werden. Auch auf Verbindungsmittel muss geachtet werden: lange Nägel oder Schrauben, die durch die einzelnen Schichten gehen, erzeugen ungünstige Schallnebenwege. Eine schwere Beschüttung in den Zwischenräumen der Holzdecke (z.B. trockener Sand) verhindert das Mitschwingen des Systems.
Auch dem Schallschutz soll bereits in der Planung ausreichend Aufmerksamkeit beigemessen werden. Bei der Konzeption des Grundrisses ist darauf zu achten, dass nach Möglichkeit Räume ähnlicher Nutzung aneinandergrenzen.
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Brandverhalten


Brandschutz zum Schutz von Personen und Sachwerten ist eine generelle Anforderung an das Bauwesen - unabhängig vom Konstruktionsmaterial. In der Regel hängt die Brandgefahr stark von der Einrichtung und vom Nutzerverhalten ab.
Obwohl Holz ein brennbares Material ist, hat es im Brandfall durchaus Vorzüge. Holz zeichnet sich durch einen gleichmäßigen, berechenbaren Abbrand (für Fichte 0,65 mm/min) aus. Dabei schützt die Außenschicht durch Verkohlung den inneren Bereich des Holzquerschnitts. Diese Kohleschicht verzögert durch ihre geringere Wärmeleitfähigkeit den Abbrand erheblich. Ein plötzliches Versagen des Materials, wie dies beispielsweise bei Stahl- oder Stahlbeton vorkommt, kann bei Holz ausgeschlossen werden. Ein Holzträger bricht erst dann, wenn sein Querschnitt die auf ihm lastenden Kräfte nicht mehr trägt. Da in unseren Breiten eine ausreichende Dimensionierung gefordert ist, tritt das Versagen der Konstruktion erst spät ein, begleitet von warnenden Knackgeräuschen.

Vorbeugender Brandschutz
Unter vorbeugendem Brandschutz werden bauliche, anlagentechnische und betriebliche Brandschutzmaßnahmen verstanden. Eine gewissenhafte Planung umfasst einerseits die brandschutztechnisch durchdachte Ausbildung von Konstruktionsdetails und andererseits ein ausgereiftes Notfallkonzept. Besonders bei Leitungsdurchbrüchen und Installationsschächten ist auf eine ausreichende Brandabschottung zu achten, die die Brandausbreitung hemmt. Auch bei über mehrere Geschoße gehenden hinterlüfteten Fassaden sollte eine geschoßweise Unterbrechung der Hinterlüftung vorgesehen werden, um das Überschlagen des Feuers in die übrigen Geschoße zu verhindern.
Für den eventuellen Notfall kommen verschiedenste technische Sicherheitsmaßnahmen in Betracht: neben einem unbedingt notwenigen Fluchtwegkonzept helfen Brandmeldeanlagen und Sprinkleranlagen, Brände schnell zu erkennen und frühzeitig zu bekämpfen.

Schematische Darstellung der Temperatur nach 60 min Vollbrand an einem Holzelement (SANTNER HOLZ BauElement, Brandversuch vom 04.11.2000, überwacht durch das IBS-Linz)
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Die häufigsten Fragen der Holzfachberatung
 

PROHOLZ-Tirol
Internetredaktion
e-mail: proholz@holzinformation.at